AI SUMMARY – Das sollten Sie vor dem Lesen wissen
- Die USA und der Iran führten indirekte Gespräche im Oman über das iranische Atomprogramm
- Präsident Donald Trump bewertete die Gespräche öffentlich positiv
- Teheran bestätigte eine konstruktive Atmosphäre, beharrt jedoch auf einem engen Verhandlungsrahmen
- Washington verhängte kurz darauf neue Sanktionen gegen iranische Ölnetzwerke
WASHINGTON / MASKAT — Die Vereinigten Staaten und der Iran haben am Freitag indirekte Gespräche in der omanischen Hauptstadt Maskat geführt, die von beiden Seiten als konstruktiv beschrieben wurden. US-Präsident Donald Trump sprach im Anschluss von „sehr guten“ Diskussionen und kündigte eine Fortsetzung der Gespräche für die kommende Woche an.
Trump äußerte sich während eines Flugs an Bord der Air Force One nach Florida. Er erklärte, der Iran zeige ein ernsthaftes Interesse an einer Vereinbarung, betonte jedoch erneut, dass Teheran unter keinen Umständen über Atomwaffen verfügen dürfe. Trotz zuvor verschärfter Rhetorik zeigte sich der Präsident diesmal deutlich versöhnlicher und signalisierte Bereitschaft zu weiteren diplomatischen Bemühungen.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi bestätigte, dass die Gespräche in einer positiven Atmosphäre stattgefunden hätten. Nach iranischer Darstellung konzentrierten sich die Verhandlungen ausschließlich auf das Atomprogramm des Landes. Forderungen der USA, auch Themen wie ballistische Raketen oder Irans regionalen Einfluss einzubeziehen, seien nicht Teil der aktuellen Gespräche gewesen.
Die Gespräche fanden indirekt statt und wurden durch omanische Vermittler moderiert. Der Oman gilt seit Jahren als wichtiger diplomatischer Vermittler zwischen dem Westen und dem Iran. Auf US-Seite nahm der Sondergesandte Steve Witkoff teil, begleitet von hochrangigen sicherheitspolitischen Beratern, was die strategische Bedeutung der Gespräche unterstreicht.
Unmittelbar nach Abschluss der Gespräche kündigten die Vereinigten Staaten neue Sanktionen gegen mehrere Unternehmen, Einzelpersonen und Schiffe an, die dem sogenannten iranischen „Schattenflotten“-Netzwerk zugerechnet werden. Offiziell wurde kein direkter Zusammenhang zu den Gesprächen hergestellt, doch Beobachter sehen darin ein Signal, dass Washington weiterhin auf wirtschaftlichen Druck setzt.
Experten weisen darauf hin, dass trotz vorsichtigem Optimismus erhebliche Differenzen bestehen bleiben. Während die USA auf umfassende Kontrollen und langfristige Verpflichtungen drängen, fordert der Iran konkrete Schritte zur Lockerung der Sanktionen. Ob die nächste Gesprächsrunde zu greifbaren Fortschritten führt, bleibt daher offen.