AI SUMMARY – Das sollten Sie vor dem Lesen wissen
- Die Kryptobörse Bithumb verschickte versehentlich Bitcoin im Wert von über 40 Milliarden Dollar
- Ursache war ein technischer Fehler bei einer Marketingaktion
- Der Großteil der Coins wurde innerhalb kurzer Zeit zurückgeholt
- Der Vorfall führte zu massiven Kursschwankungen auf der Plattform
SEOUL — Ein folgenschwerer Fehler hat die südkoreanische Kryptobörse Bithumb ins internationale Rampenlicht gerückt. Das Unternehmen bestätigte, dass es durch ein internes Versehen Bitcoin im Umfang von rund 620.000 Einheiten an Kunden überwiesen hat – ein Gesamtwert von mehr als 40 Milliarden US-Dollar.
Nach Angaben des Unternehmens sollte im Rahmen einer Werbeaktion lediglich ein geringer Geldbetrag in Höhe von etwa 2.000 Won pro Kunde ausgezahlt werden. Aufgrund eines Systemfehlers wurden jedoch stattdessen Bitcoin in derselben nominalen Zahl übertragen.
Bithumb reagierte nach eigenen Angaben innerhalb von 35 Minuten, indem es den Handel und die Auszahlungen für 695 betroffene Konten stoppte. Dennoch kam es zu kurzfristigen Marktverwerfungen, da einige Empfänger die digitalen Vermögenswerte sofort verkauften.
Infolge der massiven Angebotsausweitung fiel der Bitcoin-Preis auf der Plattform zeitweise um rund 17 Prozent. Das Unternehmen erklärte, inzwischen 99,7 Prozent der irrtümlich versandten Coins zurückerlangt zu haben.
Bithumb betonte, dass der Vorfall nicht auf einen Hackerangriff oder eine Sicherheitslücke zurückzuführen sei. Vielmehr handle es sich um einen internen operativen Fehler. Die verbleibenden Verluste von rund einer Milliarde Won wolle man aus eigenen Mitteln ausgleichen und betroffene Kunden entschädigen.
Der Vorfall unterstreicht erneut die Risiken hochvolatiler Kryptomärkte, insbesondere in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit. Experten erwarten, dass Regulierungsbehörden den Druck auf Kryptobörsen weiter erhöhen werden.