ISLAMABAD – In Pakistan kämpfen Rettungskräfte gegen die verheerenden Folgen der aktuellen Monsunregenfälle, die innerhalb von nur 48 Stunden mindestens 321 Menschenleben gefordert haben. Besonders schwer betroffen ist die bergige Provinz Khyber Pakhtunkhwa, wo 307 Opfer, darunter 15 Frauen und 13 Kinder, durch Überschwemmungen und den Einsturz zahlreicher Häuser ums Leben kamen. Weitere 23 Personen wurden verletzt.
Rund 2.000 Rettungskräfte sind derzeit im Einsatz, um Verschüttete aus den Trümmern zu bergen und die Überlebenden mit Hilfsgütern zu versorgen. In neun besonders stark betroffenen Distrikten sind die Einsatzkräfte jedoch massiv eingeschränkt: unpassierbare Straßen und ständiger Regen erschweren die Hilfe. Viele Teams müssen zu Fuß in abgelegene Bergregionen vordringen.
Die Monsun-Saison ist für Südasiens Landwirtschaft überlebenswichtig, bringt jedoch Jahr für Jahr Zerstörung, Überschwemmungen und Erdrutsche. Experten warnen, dass sich die diesjährige Saison durch besonders heftige und früh einsetzende Regenfälle auszeichnet. Laut Prognosen wird sie zudem länger andauern als üblich.
Pakistan gilt als eines der Länder, die am stärksten unter den Folgen des Klimawandels leiden. Extreme Wetterereignisse wie diese nehmen deutlich zu und stellen die Bevölkerung sowie die Infrastruktur vor enorme Herausforderungen. Internationale Hilfsorganisationen rufen bereits zur Unterstützung auf.