Mi.. Juli 22nd, 2026

Die syrische Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über strategische Gebiete östlich der Stadt Aleppo übernommen. Der Vormarsch folgt auf eine Vereinbarung über den Rückzug der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hinter den Euphrat. Die Kurden sprechen jedoch von einem Bruch der Abmachung und melden anhaltende Gefechte.

Nach Angaben des Militärs in Damaskus wurden 34 Ortschaften, darunter Deir Hafir und Maskana sowie ein Militärflugplatz, unter staatliche Kontrolle gebracht. Die SDF erklärten hingegen, die Armee sei in die Gebiete eingedrungen, bevor der vereinbarte Abzug abgeschlossen gewesen sei, und habe ihre Stellungen angegriffen.

Besonders in der Region Maskana kommt es weiterhin zu Kämpfen. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen vor. Beobachter warnen vor einer Eskalation in einer ohnehin fragilen Sicherheitslage.

Die SDF gelten als wichtiger Verbündeter der Vereinigten Staaten und spielten eine zentrale Rolle im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat. Gleichzeitig kontrollieren sie öl- und gasreiche Gebiete im Nordosten Syriens, was ihre politische Bedeutung erhöht.

Parallel dazu versuchte Damaskus, politische Signale zu setzen. Der syrische Interimspräsident Ahmad Šara erkannte erstmals offiziell bestimmte Rechte der kurdischen Bevölkerung an, darunter die Nutzung der kurdischen Sprache im Bildungswesen. Die kurdische Selbstverwaltung kritisierte den Schritt jedoch als unzureichend und forderte eine dauerhafte Verankerung dieser Rechte in der Verfassung.

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