PEKING – China ist unangefochten der größte Plastikproduzent der Welt. Laut einer neuen Analyse der britischen Umweltberatung Eunomia und der Forschungsgruppe Zero Carbon Analytics stellte das Land im Jahr 2024 ganze 34 Prozent der vier meistgenutzten Kunststoffarten her: Polyethylen, Polypropylen, PET und Polystyrol.
Damit produzierte China mehr Plastik als die sechs nächstplatzierten Länder zusammen. Auf Rang zwei folgen die USA mit 13 Prozent, dahinter liegen Saudi-Arabien und Südkorea (jeweils 5 %), Indien (4 %), Japan (3 %) sowie Deutschland (2 %).
Globale Abhängigkeit von wenigen Konzernen
Bereits eine ältere Studie des Beratungsunternehmens Wood Mackenzie zeigte, dass die weltweite Plastikproduktion stark konzentriert ist. Im Jahr 2021 stammte mehr als die Hälfte aller Kunststoffpolymere von nur 18 Unternehmen.
An der Spitze steht der chinesische Staatskonzern Sinopec mit einem Anteil von 5,4 Prozent an der globalen Produktion. Dahinter folgen internationale Schwergewichte wie ExxonMobil (5 %), LyondellBasell (4,5 %), Saudi Aramco (4,3 %) und PetroChina (4,2 %).
Umweltfolgen im Fokus
Die Analyse unterstreicht einmal mehr die zentrale Rolle Chinas in der weltweiten Plastikindustrie – und die damit verbundenen Herausforderungen für den Klimaschutz und die Reduzierung von Plastikmüll. Experten warnen, dass ohne drastische Maßnahmen die globale Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und Kunststoffen weiter zunehmen könnte.