Der Iran hat zwei Männer hingerichtet, die für einen Bombenanschlag auf einen Bus mit Pilgern im Jahr 2023 verantwortlich gemacht wurden. Bei der Explosion kam ein Kleinkind ums Leben, mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben des Justizportals Mizan standen die Täter in Verbindung mit dem sogenannten Islamischen Staat.
Der Bus war von Teheran in Richtung Westen unterwegs, nahe der Grenze zum Irak. Die iranischen Behörden erklärten, die beiden Männer hätten das Sprengmittel selbst im Fahrzeug platziert. Der Anschlag traf vor allem Zivilisten und löste landesweit Entsetzen aus.
Mit der Vollstreckung der Todesurteile unterstreicht Teheran seinen harten Kurs gegen Terrorismus. Die Justiz betonte, dass Angriffe auf die öffentliche Sicherheit konsequent und ohne Nachsicht geahndet würden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass die Exekution Teil einer umfassenderen Strategie sei, militante Gruppen abzuschrecken.
Der Iran zählt zu den Ländern mit der höchsten Zahl an Hinrichtungen weltweit. Die Todesstrafe wird insbesondere bei Terrorismus, Mord und schweren Sicherheitsdelikten angewendet. Menschenrechtsorganisationen kritisieren diese Praxis seit Jahren und bemängeln mangelnde Transparenz sowie eingeschränkte Verteidigungsrechte der Angeklagten.
Der Anschlag von 2023 machte zugleich deutlich, dass der Iran weiterhin mit Sicherheitsbedrohungen konfrontiert ist. Die Regierung macht dafür regelmäßig extremistische Gruppen verantwortlich, die aus instabilen Nachbarregionen operieren. Die jüngsten Hinrichtungen sollen daher nicht nur Gerechtigkeit für die Opfer herstellen, sondern auch ein abschreckendes Signal senden.