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EuropaNiederlande

Heineken streicht bis zu 6.000 Stellen – Bierabsatz in Europa deutlich rückläufig, CEO kündigt Rücktritt an

By Thomas Maieler
12. Februar 2026 2 Min Read
0

AI SUMMARY – Was Sie vor dem Lesen wissen sollten:

  • Heineken plant den Abbau von 5.000 bis 6.000 Arbeitsplätzen innerhalb der nächsten zwei Jahre.
  • Der weltweite Bierabsatz sank im vergangenen Jahr um 2,4 %, in Europa sogar um 4,1 %.
  • CEO Dolf van den Brink kündigte nach fast sechs Jahren an der Spitze seinen Rücktritt an.
  • Das Unternehmen reagiert auf schwierige Marktbedingungen und will die Produktivität steigern.

AMSTERDAM – Der niederländische Braukonzern Heineken hat einen umfassenden Stellenabbau angekündigt. In den kommenden zwei Jahren sollen weltweit zwischen 5.000 und 6.000 Arbeitsplätze wegfallen. Das Unternehmen reagiert damit auf rückläufige Absatzzahlen und anhaltend schwierige Marktbedingungen im globalen Biergeschäft.

Heineken beschäftigt derzeit rund 87.000 Mitarbeiter und ist nach AB InBev der zweitgrößte Brauereikonzern der Welt. In einer Mitteilung erklärte das Unternehmen, es wolle „das Produktivitätswachstum deutlich beschleunigen“, um erhebliche Kosteneinsparungen zu erzielen.

Europa besonders betroffen

Im vergangenen Geschäftsjahr ging der weltweite Bierabsatz von Heineken um 2,4 Prozent zurück. Besonders stark fiel der Rückgang in Europa aus, wo der Absatz um 4,1 Prozent sank. Auch in Nord- und Südamerika verzeichnete der Konzern ein Minus von 3,5 Prozent.

Vorstandschef Dolf van den Brink äußerte sich vorsichtig hinsichtlich der kurzfristigen Marktperspektiven. „Wir bleiben in unseren Erwartungen für den Biermarkt in naher Zukunft vorsichtig“, erklärte er. Die Branche sehe sich mit steigenden Kosten, Inflationsdruck und veränderten Konsumgewohnheiten konfrontiert.

Experten führen den Absatzrückgang unter anderem auf höhere Energie- und Rohstoffpreise, wachsende Konkurrenz durch alkoholfreie Getränke sowie eine veränderte Nachfrage jüngerer Verbraucher zurück, die ihren Alkoholkonsum zunehmend einschränken.

Führungswechsel in turbulenten Zeiten

Der angekündigte Stellenabbau fällt in eine Phase des Führungswechsels. Van den Brink hatte im vergangenen Monat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Nach fast sechs Jahren an der Unternehmensspitze sagte er, er verlasse das Unternehmen mit „gemischten Gefühlen“, nachdem er Heineken „durch turbulente wirtschaftliche und politische Zeiten“ geführt habe.

Sein Abgang wirft Fragen über die künftige strategische Ausrichtung des Konzerns auf. In den vergangenen Jahren hatte Heineken verstärkt in Premium-Marken und alkoholfreie Produkte investiert, um neue Wachstumsfelder zu erschließen.

Strukturwandel im Biermarkt

Der globale Biermarkt befindet sich im Umbruch. Während in einigen Schwellenländern weiterhin Wachstumspotenzial besteht, stagniert oder schrumpft die Nachfrage in traditionellen europäischen Kernmärkten.

Mit dem angekündigten Sparkurs reagiert Heineken auf diese strukturellen Veränderungen. Das Unternehmen hat bislang nicht konkretisiert, welche Regionen oder Geschäftsbereiche besonders betroffen sein werden. Weitere Details zur Umsetzung der Maßnahmen sollen im Laufe der kommenden Monate folgen.

Der Schritt verdeutlicht, wie selbst traditionsreiche Branchenführer unter Druck geraten, wenn sich Konsumverhalten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen nachhaltig verändern.

Tags:

ArbeitsplätzeBiermarktHeinekenWirtschaft
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Thomas Maieler

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