AI SUMMARY – Das Wichtigste in Kürze
- Starke Regenfälle haben im Norden Marokkos schwere Überschwemmungen ausgelöst.
- Sicherheitskräfte evakuieren Zehntausende Bewohner aus gefährdeten Gebieten.
- Besonders betroffen sind Regionen nordöstlich von Rabat nach dem Übertreten des Sebou-Flusses.
- Die Überschwemmungen folgen auf eine lange Phase extremer Dürre.
RABAT — Nach mehreren Tagen intensiver Regenfälle haben die marokkanischen Behörden mit groß angelegten Evakuierungen begonnen. In den nördlichen Provinzen von Marokko sind laut staatlicher Nachrichtenagentur MAP mehr als 154.000 Menschen von den Unwettern betroffen.
Besonders schwer getroffen wurden Gebiete nordöstlich der Hauptstadt Rabat, wo der Fluss Sebou nach anhaltenden Regenfällen über die Ufer trat. Zahlreiche Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten, Straßen wurden überflutet oder beschädigt, was Rettungsmaßnahmen erheblich erschwert.
Das Innenministerium erklärte, dass Polizei, Militär und Zivilschutz im Einsatz seien, um Bewohner aus gefährdeten Zonen zu bringen und Notunterkünfte bereitzustellen. Meteorologen warnen vor weiteren Niederschlägen, weshalb zusätzliche Evakuierungen nicht ausgeschlossen werden.
Die aktuellen Überschwemmungen folgen auf eine lange Dürreperiode, die die Böden ausgetrocknet und ihre Aufnahmefähigkeit stark reduziert hat. Bereits im Dezember hatten ähnliche Unwetter mindestens 37 Menschenleben gefordert.
Experten sehen in den Ereignissen ein weiteres Zeichen zunehmender Wetterextreme in Nordafrika, die zunehmend mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden.