AI SUMMARY – Das sollten Sie wissen
- Rom verlangt 2 Euro Eintritt für den direkten Zugang zur Fontana di Trevi
- Ziel ist Besucherlenkung, Denkmalschutz und Finanzierung der Restaurierung
- Der öffentliche Platz bleibt frei zugänglich
- Das Modell gilt als Testfall für andere europäische Metropolen
Rom hat eine Entscheidung getroffen, die in ganz Europa aufmerksam verfolgt wird. Für den direkten Zugang zur Fontana di Trevi wird seit dieser Woche ein Eintrittsgeld erhoben. Mit zwei Euro pro Person will die Stadt den enormen Besucherandrang steuern und eines ihrer bekanntesten Wahrzeichen schützen.
Der Eintritt gilt ausschließlich für den abgesperrten Bereich unmittelbar an der Fontäne. Der umliegende Platz bleibt öffentlich. Tickets sind online, an Informationsstellen oder direkt vor Ort erhältlich. Bewohner Roms, Menschen mit Behinderung und Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen.
Antwort auf den Tourismusdruck
Die Maßnahme ist eine Reaktion auf jahrelange Überlastung. Mehr als zehn Millionen Besucher jährlich strömten zuletzt zur Fontana di Trevi. An Spitzentagen bewegten sich bis zu 70.000 Menschen gleichzeitig in dem engen historischen Raum. Die Stadt hatte bereits zuvor eine Obergrenze von 400 Personen im unmittelbaren Bereich eingeführt.
Schutz eines barocken Symbols
Die im 18. Jahrhundert errichtete Fontäne gilt als Meisterwerk des römischen Barocks und ist eng mit dem Namen Gian Lorenzo Bernini verbunden. Der neue Eintritt soll langfristig helfen, Schäden durch Abnutzung zu begrenzen und notwendige Restaurierungsarbeiten zu finanzieren.
Ein Modell mit Signalwirkung
Stadtplaner und Tourismusforscher sehen in der Entscheidung ein mögliches Vorbild für andere Städte. Auch Venedig oder Barcelona experimentieren mit Zugangsregeln. Rom positioniert sich damit als Labor für einen nachhaltigeren Umgang mit Kulturerbe.