Mi.. Mai 20th, 2026

AI SUMMARY – Was Sie vor dem Lesen wissen sollten

  • Ein hochrangiger russischer Militärgeheimdienstoffizier wurde in Moskau angeschossen.
  • Generalleutnant Wladimir Alexejew liegt im Krankenhaus.
  • Der Vorfall reiht sich in frühere Angriffe auf russische Militärs ein.
  • Alexejew steht seit Jahren auf westlichen Sanktionslisten.

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In Moskau ist es zu einem schwerwiegenden Angriff auf einen der ranghöchsten Vertreter des russischen Militärgeheimdienstes gekommen. Der stellvertretende Leiter der Hauptverwaltung des Generalstabs, Generalleutnant Wladimir Alexejew, wurde nach Angaben des russischen Ermittlungskomitees von einem unbekannten Täter angeschossen. Darüber berichtete das unabhängige Medium Meduza.

Der Angriff ereignete sich in einem Wohngebäude der russischen Hauptstadt. Nach offiziellen Angaben feuerte der Täter mehrere Schüsse ab und flüchtete anschließend. Telegram-Kanäle Mash und Baza berichteten, Alexejew sei in den Rücken getroffen worden. Offizielle Informationen über seinen Gesundheitszustand liegen bislang nicht vor; einzelne Quellen sprechen von einem kritischen Zustand.

Alexejew gilt als zentrale Figur innerhalb des russischen Militär- und Geheimdienstapparates. Ihm wird eine maßgebliche Rolle bei der Koordination sogenannter freiwilliger Einheiten zugeschrieben, die im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt wurden. Zudem war er im Juni 2023 an Verhandlungen mit Jewgeni Prigoschin beteiligt, als es zu einer kurzzeitigen Meuterei der Wagner-Gruppe kam.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 wurden mehrere hochrangige Militärangehörige getötet oder angegriffen. Moskau macht in vielen Fällen ukrainische Dienste verantwortlich. Die ukrainische Seite hat sich zu einzelnen Operationen bekannt, andere Vorfälle bleiben ungeklärt.

Alexejew steht seit Jahren auf westlichen Sanktionslisten. Die Vereinigte Staaten von Amerika belegten ihn bereits 2016 mit Sanktionen wegen mutmaßlicher Cyberoperationen zur Beeinflussung der US-Wahlen. Die Europäische Union folgte 2019 im Zusammenhang mit der Skripal-Affäre im britischen Salisbury.

Der aktuelle Anschlag erinnert an den Mord an General Igor Kirillow im Dezember 2024, als ein Sprengsatz vor dessen Wohnhaus detonierte. Sicherheitsanalysten sehen darin ein Zeichen wachsender Instabilität selbst im Machtzentrum Russlands.

Die Ermittlungen dauern an. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit der russischen Militärführung und zur Reichweite des Ukraine-Konflikts auf.

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