So.. Mai 31st, 2026

BELGRAD – In Serbien eskalieren die Proteste gegen Präsident Aleksandar Vučić weiter. Bereits die fünfte Nacht in Folge kam es in der Hauptstadt Belgrad sowie in Städten wie Valjevo und Novi Sad zu schweren Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

In Valjevo griff eine Gruppe maskierter Jugendlicher die leeren Büros der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) an und setzte sie in Brand. Die Polizei reagierte mit Tränengas und Blendgranaten, nachdem Protestierende Steine und Feuerwerkskörper geworfen hatten.

Gewalt auch in Belgrad und Novi Sad

In Belgrad versuchte die Polizei, den Protestzug vor dem Parteisitz der SNS zu stoppen – woraufhin es zu massiven Zusammenstößen kam. Ähnliche Szenen spielten sich auch in Novi Sad ab, wo Demonstranten mit Sicherheitskräften aneinandergerieten.

Ursprung der Proteste

Die Protestwelle begann im November, nachdem beim Einsturz des Dachs eines Bahnhofs 16 Menschen ums Leben kamen. Dieser Vorfall wurde zum Symbol für Korruption und Misswirtschaft im Land. Die Demonstranten fordern ein transparentes Verfahren sowie Neuwahlen.

Hunderttausende auf den Straßen

Die zunächst friedlichen Massenkundgebungen mit zehntausenden Teilnehmern entwickelten sich im Laufe der Woche zu gewaltsamen Ausschreitungen. Videos, die Polizisten beim Schlagen unbewaffneter Demonstranten zeigen, verstärkten die Empörung.

Obwohl die Regierung bereits zurückgetreten ist, weigert sich Präsident Vučić standhaft, vorzeitige Wahlen auszurufen. Stattdessen bezeichnet er die Proteste als „ausländisches Komplott“ gegen seine Macht.

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