Di.. Mai 26th, 2026

AI SUMMARY – Das sollten Sie vor dem Lesen wissen

  • Spanien und Portugal stehen erneut unter Sturm- und Hochwasserwarnung
  • Zehntausende Einsatzkräfte sind bereits mobilisiert
  • Die Schäden der letzten Unwetter belaufen sich auf Milliarden Euro
  • Klimaforscher sehen einen klaren Zusammenhang mit dem Klimawandel

MADRID / LISSABON — Kaum haben sich Spanien und Portugal von den schweren Schäden der jüngsten Unwetter erholt, droht bereits die nächste Sturmfront. Das Tiefdrucksystem „Marta“ bewegt sich auf die Iberische Halbinsel zu und zwingt beide Länder, ihre Notfallpläne erneut zu aktivieren.

Der Leiter des portugiesischen Zivilschutzes, Mário Silvestre, sprach von einer „äußerst besorgniserregenden Wetterlage“. Prognosen sagen heftige Regenfälle, Sturmböen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde und ein hohes Risiko weiterer Überschwemmungen voraus. Portugal hat mehr als 26.500 Einsatzkräfte in Bereitschaft versetzt.

Die Auswirkungen der vorherigen Stürme sind noch nicht überwunden. Hunderte Straßen wurden gesperrt, Bahnverbindungen unterbrochen und ganze Stadtteile evakuiert. In mehreren portugiesischen Gemeinden mussten sogar Präsidentschaftswahlen aus Sicherheitsgründen verschoben werden.

In Spanien warnte Ministerpräsident Pedro Sánchez nach einem Überflug der besonders betroffenen Regionen nahe Cádiz vor „schweren Tagen“, die dem Land bevorstünden. Er betonte, dass der Schutz von Menschenleben oberste Priorität habe und zusätzliche Ressourcen mobilisiert würden.

Portugals Regierungschef Luís Montenegro bezifferte die bisherigen Schäden auf über vier Milliarden Euro. Besonders betroffen seien Küstenregionen sowie Flussniederungen, die erneut mit Hochwasser rechnen müssten.

Klimaforscher weisen darauf hin, dass die Häufung und Intensität solcher Extremereignisse kein Zufall sei. Der Klimawandel führe zu längeren Regenperioden, stärkeren Stürmen und einer höheren Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen in Südeuropa.

Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, Warnhinweise ernst zu nehmen, Reisen zu vermeiden und sich auf mögliche Strom- und Verkehrsausfälle vorzubereiten.

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