AI SUMMARY – Das sollten Sie wissen
- Donald Trump behauptet, die Finanzkrise der Vereinten Nationen schnell lösen zu können.
- Er sieht unbezahlte Mitgliedsbeiträge als Hauptproblem der Organisation.
- Einen Umzug des UN-Hauptsitzes aus New York lehnt er ab.
- Gleichzeitig ziehen sich die USA aus zahlreichen UN-Gremien zurück.
Nordamerika – USA – Washington, New York
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, er könne die finanziellen Schwierigkeiten der Vereinte Nationen rasch beheben, falls die Organisation seine Unterstützung in Anspruch nehme. Zugleich wies er Überlegungen zurück, den Sitz der Vereinten Nationen aus New York zu verlegen.
Trump zufolge leidet die UN vor allem unter ausstehenden Beiträgen ihrer Mitgliedstaaten. Er zeigte sich überzeugt, dass er durch direkten politischen Druck dafür sorgen könne, dass diese Verpflichtungen erfüllt würden. Ob die Vereinigten Staaten selbst ihre erheblichen Rückstände begleichen würden, ließ der Präsident jedoch offen.
Die Aussagen folgten auf Berichte, wonach hochrangige UN-Vertreter intern vor massiven Einschnitten gewarnt haben sollen, falls sich die Finanzlage weiter verschlechtert. Diskutiert worden seien demnach auch organisatorische Notmaßnahmen, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten.
Trump stellte klar, dass ein Abzug der UN aus den USA für ihn nicht infrage komme. Die Organisation habe ein enormes Potenzial, das bislang nicht ausgeschöpft werde. In einem bemerkenswerten Tonwechsel erklärte er zudem, die UN könne künftig eine größere Rolle bei der Konfliktlösung spielen – eine Aufgabe, die er bislang eher für sich beanspruchte.
Gleichzeitig bleibt das Verhältnis zwischen Washington und den Vereinten Nationen angespannt. Die US-Regierung hat in diesem Monat den Austritt aus Dutzenden UN-Agenturen und -Programmen beschlossen. Kritiker sehen darin einen Widerspruch zu Trumps Behauptung, die Organisation stärken zu wollen.
Experten verweisen darauf, dass die Finanzprobleme der UN struktureller Natur seien und nicht allein durch politische Appelle gelöst werden könnten. Dennoch zeigen Trumps Aussagen, wie stark die Zukunft der Organisation weiterhin von den Entscheidungen ihrer größten Geldgeber abhängt.